JFV Kaiserslautern Nord – SV Enkenbach 1:0

…und plötzlich läuft die Zeit davon

Das Spiel begann wie erwartet, mit druckvollem, offensivem Spiel der Enkenbacher. Einige schöne Zusammenspiele öffneten Räume und die Möglichkeit zum Abschluss, aber auch stramme Schüsse wurden vom Keeper des JFV abgewehrt. Überwiegend spielte sich das Geschehen in der Hälfte des JFV ab. Doch was hilft es letztlich, wenn der Ball dennoch nicht im gegnerischen Tor landet, sondern unerwartet im eigenen?
Dem für Kaiserslautern erfolgreichen Siebenmeter ging ein Angriff der Kaiserslauterer voraus, der vom Stürmer aufgenommen wurde und zum Zweikampf mit dem herausstürmenden Enkenbacher Torwart führte. Laut Schiedsrichter war die Aktion als Strafstoß zu werten, für die umstehenden Spieler überraschend, die sich bereits auf Abstoß einstellten. Selbst vor der Pause und vor allem in der zweiten Hälfte wäre eigentlich ausreichend Zeit gewesen, das Spiel wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Dafür fehlte in diesem Spiel eine Weile vielleicht die Überzeugung, die Selbstsicherheit und der Wille. So kam es, dass Zweikämpfe im Mittelfeld nicht gesucht wurden oder verloren gingen und der Gegner seine Chance wittern konnte.
Genauso wie zu Beginn des Spiels verlief es auch am Ende in der Hälfte der Kaiserslauterer, die sich auf die Abwehrschlacht aber einstellten. Mit etwas Pech fand auch ein wunderbarer Angriff über links, in den Lauf gespielt und schön abgeschlossen, um Zentimeter nicht das Ziel in der gewünschten Torecke. Langsam begannen die Spieler Enkenbachs zu erahnen, dass der Ball nicht alleine im Tor landen wird. Klare Chancen wurden jedoch nicht herausgespielt. Schade war daher, dass auch ein platzierter Freistoß den verdienten Ausgleich nicht erbrachte. Nachdem der eigene Stürmer einen Abwehrspieler zu Fall brachte, der den Ball ins Aus zu blocken versuchte, wurde er 5 Minuten vom Platz gestellt, was die Mannschaft zusätzlich schwächte. Auch in den letzten Minuten sollte der Knoten nicht mehr platzen, sodass alle Spieler im Enkenbacher Trikot angesichts des Spielverlaufs Kopf schüttelnd den Platz verließen.
So eine kleine Krise kann zur großen Chance werden, möchte man den Enkenbacher Jungs in dieser Phase der Saison zurufen.

Es spielten: Arnold, Eduard, Erik, Janis, Jona, Jonas, Kevin, Nick, Paul, Simon.